1. Transparente Berichte – vierteljährlich

Der Vermögensverwalter, ob analog oder digital, ist gesetzlich verpflichtet, periodisch Rechenschaft abzulegen. Er tut das im Normalfall quartalsweise und zusätzlich bei Bedarf. Dieses Reporting ist sehr umfangreich und umfasst neben der Performance auch einen detaillierten Kostenausweis und eine Aufstellung mit allen Transaktionen und Geldbewegungen. Der Bericht enthält grafische Darstellungen und Statistiken, womit das Investment veranschaulicht und mit einer Benchmark objektiv vergleichbar wird. Erst hier wird sichtbar, wie gut die Anlagestrategie wirklich ist.

2. Qualifizierte Ansprechpartner

Als Selbstentscheider verzichtet man nicht nur auf dieses Reporting, sondern auch auf einen direkten Ansprechpartner. Der Servicedienst bei einem Onlinebroker kann selbstverständlich nicht immer auf individuelle Fragen eingehen, es muss mit vorgefertigten Textbausteinen und mehr oder weniger intelligenten Chatbots gehen, wo eine Konversation bloß simuliert wird. Oder Sie landen in einem Call Center, wo Sie zwar bei derselben Person den Stromanbieter wechseln können, mehr über schnelleres Internet und bequeme Matratzen erfahren können, eine qualifizierte Auskunft zu Ihrer Veranlagung aber nicht erwarten sollten. Bei Savity sprechen Sie stets mit Experten mit langjähriger Erfahrung.

3. Überwachte Ausführungsqualität der Orders

Börsetechnisch akzeptiert man als Selbstentscheider, dass die Kontrolle und Analyse der Ausführungsqualität von Wertpapierkäufen und -verkäufen („Orders“) entfällt und dadurch Opportunitätskosten entstehen. Diese Abweichung zum erwarteten Kurs wird von Experten als „Slippage“ bezeichnet. Wenn Aktien- oder ETF-Orders beim Handel zu einem schmerzlich schlechten Kurs ausgeführt werden, hat der Selbstanleger Pech – ein Vermögensverwalter hingegen überwacht die Ausführungsqualität und fordert übermäßige Kursabweichungen für den Anleger zurück.

Bei Savity ist der Orderlauf deshalb regelbasiert und wird diskretionär überwacht. Dabei prüfen wir für jedes Wertpapier

  1. den Handelsplatz,
  2. die dort üblicherweise gehandelte Geld-Brief-Spanne,
  3. die Qualität der Orderausführung innerhalb dieser Geld-Brief-Spanne.

Ein professioneller Vermögensverwalter macht darüber hinaus und bei Bedarf (z.B. in besonders hektischen Marktphasen) vom OTC-Markt („Over the Counter“ bezeichnet den außerbörslichen Handel zwischen Marktteilnehmern) oder der Möglichkeit des Handels zum Nettoinventarwert Gebrauch, wobei keine Geld-Brief-Spanne anfällt.

4. Breitere Wertpapierauswahl

Große Vermögensverwalter haben Zugang zu Anlageprodukten, die es für Privatanleger sonst nicht gibt: Während Profis und Großanleger aus dem Vollen schöpfen können und Zugang zu Spezialfonds und institutionellen Tranchen haben, muss sich Otto Normalverbraucher mit dem abgespeckten Menü begnügen.

Anleger können im Rahmen einer Vermögensverwaltung so in Wertpapiere mit üblicherweise hohen Mindestinvestments investieren, die oftmals deutlich kostengünstiger sind. Ein Beispiel: Der „Pictet European Sustainable Equity Fonds“ verrechnet Privatanlegern laufende Kosten von 1,64% pro Jahr. Savity hat eine günstigere Klasse ausverhandelt – dadurch fallen für unsere Kunden lediglich 0,79% pro Jahr an.



5. Endbesteuerung inklusive

In diesem Konnex sei auf die Endbesteuerung österreichischer Anleger hingewiesen: Eine österreichische Depotbank erledigt dabei automatisch die Abfuhr der Kapitalertragssteuer für den Kunden. Voraussetzung dafür ist, dass der Fonds ein sogenannter Meldefonds ist. Wer im Ausland Investmentfonds kauft, muss nicht nur in Österreich selbst die Veranlagung vornehmen – er läuft auch Gefahr in Fonds investiert zu haben, die nicht in Österreich steuerlich repräsentiert sind. In diesem Falle ist mit schmerzhaften Pauschalsteuern zu rechnen, die sogar bei Verlusten zu zahlen sind.

Wir empfehlen daher, egal ob Sie investieren oder investieren lassen: Setzen Sie aus steuerlichen Gründen immer auf eine österreichische Depotbank.

6. Aufwand durch Kapitalmaßnahmen

Bedenken Sie auch die Möglichkeit von Kapitalmaßnahmen: Dabei entsteht beispielsweise bei Aktiensplits oder Fusionen Handlungsbedarf. Gerade beim Bezugsrechtshandel verdienen sich Market Maker und Emittenten goldene Nasen, weil die Masse der Anleger bei dem Thema völlig ahnungslos ist. Splits und Reverse-Splits gibt es übrigens auch im ETF-Markt. Im Normalfall sind Kapitalmaßnahmen relativ schmerzlos, aber man sollte sich allenfalls gut informieren.

Wenn ein Emittent einen Fonds oder ETF einstellt und/oder mit einem anderen Fonds verschmilzt, so ist das praktisch immer ein Ärgernis. Sie als Anleger müssen dann fristgerecht über ein unterbreitetes Angebot befinden und in geeigneter Form eine Instruktion erteilen. Wer berät Sie in Kostenfragen und bespricht etwaige steuerliche Konsequenzen? Und entspricht der Zielfonds überhaupt noch Ihren persönlichen Präferenzen? Wie gut ist der neue Fondsmanager? Beeinflussen die übernommenen Vermögensgegenstände und das größere Fondsvolumen die Anlagestrategie des Zielfonds?

Sie denken, das kommt nur selten nicht vor? Der Kostendruck in der Industrie ist bekanntermaßen enorm, weshalb zum Zwecke der Kostenoptimierung Verschmelzungen an der Tagesordnung stehen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden alleine in Europa 500 Fonds eingestellt und weitere 400 verschmolzen. (Quelle: LipperAlpha)

Ein einziger großer Masterfonds lässt sich nun mal billiger managen als 10 kleine Fonds. Neben den Kosten gibt es auch andere Motive weshalb Fonds einfach verschwinden: zu wenig Fondsvermögen, zu wenig Liquidität, zu komplex strukturiert, verschärfte Regularien. Und der Top-Killer: die Wertentwicklung. Oft nehmen Fondsgesellschaften ihre Problemfonds deshalb aus dem Angebot, frei nach dem Motto: „Survival of the fittest“.

Fazit

Natürlich muss man als Selbstentscheider über ein gewisses Maß an Interesse, Wissen und Zeit verfügen. Ein Investment in Aktien ist nicht für jeden gleichermaßen gut geeignet. Emotionen und fehlende Erfahrung mit taktischer Positionierung stehen oft einem erfolgreichen, langfristigen Vermögensaufbau im Wege. Allzu oft werden kleine Gewinne realisiert, während man Verluste laufen lässt.

Bei Savity wird die Depotzusammensetzung laufend überwacht, bei Bedarf umgeschichtet und optimiert – ganz ohne dass dem Kunden für diese Transaktionen zusätzliche Kosten entstehen. Dieser Prozess ist emotionslos und modellgetrieben. Im Fokus steht immer der langfristige Vermögensaufbau in Kombination mit Transparenz und Service. Wer sein Vermögen selbst verwaltet, muss sein Risiko im Griff haben und auf einige Annehmlichkeiten einer professionell gemanagten Veranlagung verzichten.