Im letzten Blogartikel haben wir uns mit der Geldanlage von Millennials beschäftigt. Wir haben festgestellt, dass junge Anleger in ihren 20ern sich in einer ziemlich bequemen Ausgangslage befinden. Sie haben in der Regel noch viel Lebenszeit vor sich. Und können dadurch extrem gut von den Entwicklungen am Kapitalmarkt profitieren. Wer früher mit dem Investieren beginnt, kann mehr Risiko nehmen. Zum Beispiel mit Aktien. Mehr Risiko bedeutet langfristig mehr Ertrag. Mit einer hohen Aktienquote kann also nicht viel schief gehen.

Natürlich können sich die Präferenzen im Detail unterscheiden. Zum Beispiel, ob man in der Geldanlage auf Nachhaltigkeit oder andere Themen setzen möchte. Im Allgemeinen ist Investieren für Millennials aber ziemlich straight forward. Blicken wir nun 10 Jahre in die Zukunft: Wie sollte Geldanlage Mitte 30 aussehen?

30 ist das neue 20

Vieles hat sich geändert. In den 70er Jahren bekam die durchschnittliche österreichische Frau mit rund 25 Jahren ihr erstes Kind. Mit knapp 30 Jahren ist das Durchschnittsalter erstgebärender Frauen mittlerweile um 5 Jahre angestiegen. Ähnlich sieht es mit dem Heiraten aus. Im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren heiraten wir im Schnitt 5 Jahre später. In der Regel mit Anfang 30. Wobei Männer etwas später dran sind. Auch die Akademikerquote steigt seit mehreren Jahrzehnten an. Sowohl in Österreich, als auch in Deutschland investieren also immer mehr Menschen ihre Zeit in Bildung – und steigen daher später ins Berufsleben ein.

Gleichzeitig werden wir auch immer älter. Wer damals im 19. Jahrhundert auf die Welt kam, konnte sich glücklich schätzen, älter als 50 zu werden. Mit besserer Ernährung, besserer Hygiene und Medizin sowie höherem Wohlstand im Allgemeinen ist es gelungen, unsere Lebenszeit zu verlängern. Geht es nach dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR), dann dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Menschen bei uns geboren werden, deren Lebenserwartung im Schnitt 100 Jahre beträgt. Nur zum Vergleich: Bereits jetzt wird eine heute 50-jährige Frau hierzulande deutlich über 80 Jahre alt. Männer liegen etwas darunter.

30 ist also das neue 20. Man könnte sagen, dass in der heutigen Gesellschaft jetzt die Hochleistungsphase beginnt. Alles was wir bisher gelernt haben kommt nun zur Anwendung. Wir leben aus, wer oder was wir geworden sind. Dabei kann auch schon mal vieles gleichzeitig zusammenkommen. Wir gründen Familien. Wir machen Karriere. Wir übernehmen Verantwortung. All diese neuen Aufgaben eröffnen in ihrer Komplexität neue Aspekte im Leben. Während die Zeit zum Heranreifen des Erwachsenalters einer wahren Achterbahn gleicht, kehrt nun langsam so etwas wie ein Fokus auf die Zukunft der wesentlichen Dinge ein. Eine Zukunft, die von Kontinuität und gleichzeitig Stabilität geprägt sein sollte. Das sollte sich auch in der Geldanlage widerspiegeln.

Der Notgroschen

Leben heißt Veränderung. Dinge, die in den 20ern noch von Bedeutung waren, spielen plötzlich nur mehr eine untergeordnete Rolle. Dinge, die früher ohne Bedeutung waren, sind plötzlich wichtig. Mit steigendem Alter steigen Verantwortung und Verpflichtungen. Das ist der Lauf der Dinge. Wir haben Fixkosten und Rechnungen zu bezahlen. Der Haushalt soll auch nicht leiden. Umso schwerer ist die Situation bei ungeplanten Ausgaben oder unschönen Ereignissen. Wie einem Jobverlust.

Der Strom und die Miete müssen in solchen Fällen trotzdem weiterbezahlt werden. Darum ist es wichtig, auf solche Situationen vorbereitet zu sein. Eine Faustregel besagt, dass wir immer Geld zur Verfügung haben sollten, um ca. ein halbes Jahr damit über die Runden zu kommen. Das gilt im Übrigen nicht nur für den Jobverlust. Auch außerordentlich hohe Ausgaben könnten Schwierigkeiten verursachen. Wie eine Autoreparatur. Neuer Kühlschrank. Oder im Falle einer Scheidung.

Unabhängig vom Einkommen und der Geldanlage ist es daher wichtig, einen finanziellen Puffer zu haben. In welcher Form auch immer. Entscheidend ist, dass das Geld ohne Risiko aufbewahrt werden kann und jederzeit verfügbar ist. Ein simples Girokonto, oder auch das Sparbuch, erfüllen zum Beispiel diesen Zweck.

Ob langfristiger Vermögensaufbau …

Ein wenig auf Sicherheit setzen ist also nicht verkehrt. Und trotzdem dürfen wir eines nicht vergessen: Ja, in den 30ern haben wir nicht mehr ganz so viele Freiheiten. Ja, in den 30ern haben wir mehr Verantwortung. Ja, in den 30ern kann es herausfordernd sein. Aber: In den 30ern ist man immer noch jung. Sie erinnern sich an die gestiegene Lebenserwartung? Wir haben also aktuell noch nicht einmal Halbzeit. Und genauso agil, kraftvoll, frisch, dynamisch, wie Menschen in den 30ern sind, genauso kann auch Ihre Anlagestrategie sein. Denn die viele noch verbleibende Zeit ist es, die jungen Anlegern am Kapitalmarkt immer noch die besten Chancen eröffnet. Und das ungeachtet der individuellen Bedürfnisse.

Die Geldanlage sollte sich immer an den eigenen Zielen und damit auch an der geplanten Anlagedauer orientieren. Bei sehr jungen Menschen ist dies in der Regel einfach. Denn es steht der langfristige Vermögensaufbau im Vordergrund. Dazu bleiben meistens viele viele Jahre oder gar Jahrzehnte Zeit.

Je länger der Anlagehorizont, desto riskanter kann die Geldanlage sein. Zum Beispiel mit einer hohen Aktienquote. Aktien sind riskanter als zum Beispiel das Sparbuch, oder Anleihen. Sie bringen langfristig aber viel mehr Rendite. Ihre Kurse steigen also langfristig. Warum das so ist, können Sie in unserem letzten Blogartikel nachlesen. Anleger in ihren 30ern haben also für ihren Vermögensaufbau immer noch genügend Zeit, um zwischenzeitliche Schwankungen auszugleichen. Darum können auch in den 30ern nach wie vor riskantere und aggressivere Anlagestrategie verfolgt werden. Ob allgemeiner Vermögensaufbau, ein gutes Leben im hohen Alter, oder sonstige Ziele in ferner Zukunft: Am Kapitalmarkt führt kein Weg vorbei.

… oder mittelfristige Ziele und Träume …

Bleiben wir bei den sonstigen Zielen. Nicht jeder Anleger in den 30ern hat Vermögensaufbau als oberstes Ziel. Nicht jeder Anleger kann oder möchte langfristig investieren. Viele wollen investieren um kurz- oder mittelfristige Ziele zu erreichen. Wie den Kauf eines Hauses, einer Wohnung, oder eines Autos. Vielleicht aber auch, weil eine größere Reise ansteht. Oder um einfach nur den Wert des Kapitals zu erhalten. Auch in solchen Fällen bietet der Kapitalmarkt umfangreiche Möglichkeiten. Völlig egal, ob großes oder kleines Ziel.

Wir nehmen dann einfach ein bisschen weniger Risiko. Je kürzer die Anlagedauer, desto niedriger ist der Anteil an riskanten Wertpapieren – und umgekehrt. Sie wollen mit ihrer Familie in den nächsten Jahren ein Haus bauen? Dann wird einfach weniger in riskante Aktien investiert und dafür mehr in sichere Anleihen. Sie planen mittelfristig mit einem Familienauto? Auch dafür gibt es den perfekten Mix. Damit Sie sicher sein können, Ihr Kapital zur Verfügung zu haben, wenn Sie es benötigen.

… wir haben die passende Geldanlage

Und das tolle ist, dass dafür nicht einmal riesige Summen veranlagt werden müssen. Klar können Sie auch einmalig anlegen. Zusätzlich dazu können Sie aber unseren monatlichen Sparplan nützen. Damit genießen Sie größte Flexibilität und Individualität. Und kommen trotzdem an ihr Ziel.

Schließlich haben wir uns angesehen, wie Kunden ihr Geld bei uns anlegen: Der durchschnittliche Savity-Anleger in den 30ern vertraut uns 14.408 Euro an. Zwei Drittel der Anleger haben zusätzlich einen monatlichen Sparplan eingerichtet, wobei die monatliche Sparrate im Schnitt bei 240 Euro liegt.

So legen Anleger in den 30ern an
Welches Ertrags-/Risikoniveau haben Savity-Kunden in den 30ern gewählt?

Anleger in den 30ern wählen tendenziell höheres Risiko als der Durchschnitt aller unserer Kunden. Das lässt sich wohl dadurch erklären, dass viele Anleger einen langen Anlagehorizont haben, z.B. bei einer Anlage zur Pensionsvorsorge. Deutlich weniger Anleger wählen geringes Risiko. Dies ist empfehlenswert, wenn das Geld in den nächsten Jahren benötigt wird, z.B. weil eine große Anschaffung geplant ist – etwa ein Haus- oder Wohnungskauf. Die große Mehrheit bevorzugt die goldene Mitte mit einem Portfolio der Ertrags-/Risikokategorie „Ausgewogen“.