Zugegeben, in Zeiten einer globalen Pandemie ist die Geldanlage vermutlich ein Thema mit dem sich derzeit die wenigsten beschäftigen wollen. Verschobene Projekte, abgesagte Reisen, Social Distancing, Jobunsicherheit, Zukunftsängste. Eine Situation, die für niemanden leicht ist. Vor allem die junge Generation trifft es hart. Homeschooling, Distance Learning, Klausuren per Webcam, ein zum Erliegen gekommener Arbeitsmarkt und auf ein Minimum reduzierte Freizeitaktivitäten. So stellt sich niemand die Blütezeit seines Lebens vor.

Die gute Nachricht: Wir werden diese Krise meistern – und zwar in absehbarer Zeit. Und genau weil wir uns da so sicher sind, ist es umso entscheidender, die wichtigen Dinge nicht aus den Augen zu verlieren. Das betrifft auch die Geldanlage. Denn wo Risiken sind, sind auch Chancen. Chancen, die man vielleicht auf den ersten Blick gar nicht sieht. Chancen, die man ergreifen sollte. Chancen, die sich nun vor allem jungen Menschen bieten.

Zeiten ändern sich

Früher war das mit der Geldanlage ja irgendwie leichter. Sparbuch. Zinsen. Zeit. Mehr brauchte es nicht.

So wie sich die Zeiten ändern, haben sich aber auch die Zinsen geändert. Seit der Finanzkrise sind die Zinsen immer mehr gegen Null gewandert, mittlerweile steht bei manchen Banken sogar schon ein negativer Zins zu Buche. Wir müssen also der Bank etwas bezahlen, wenn wir sparen wollen. Das hat mit vernünftiger Geldanlage nichts mehr zu tun. Damit lässt sich kein Vermögen aufbauen. Damit lassen sich keine künftigen Träume realisieren. Damit verlieren wir dank Inflation sogar an Wert. Bei Nullzinsen und einer Inflation von 2% sind das über 10 Jahre mehr als 21% Verlust. Sparbuch können wir also streichen. Zinsen ebenso. Bleibt nur noch Zeit.

Der Kapitalmarkt – ein Spiegelbild der Wirtschaft

Und Zeit haben wir genug. Das gilt vor allem für junge Menschen. Also nicht nur weil jetzt wieder Lockdown ist. Sondern wir sprechen von Lebenszeit im Speziellen. Und das ist ein gewaltiger Vorteil. Denn Zeit ist einer der stärksten Verbündeten in der Geldanlage. Vor allem am Kapitalmarkt.

Das bringt uns zurück zu den Chancen. Davon bietet der Kapitalmarkt nämlich eine ganze Menge. Wir wollen hier gar nicht im Detail darauf eingehen, ob jetzt ein günstiger Zeitpunkt zum Einstieg ist, oder nicht. Denn diese Frage sollte sich für junge Anleger überhaupt nicht stellen. Bei Savity gehen wir sogar so weit zu behaupten, dass das genaue Timing für Ihre Geldanlage generell gar nicht so wichtig ist. Diese Aussage ist allgemein gültig, trifft aber besonders auf junge Anleger zu.

Wichtig ist nämlich zu verstehen, dass der Kapitalmarkt als eine Art Spiegelbild einer Volkswirtschaft fungiert. Und in den meisten Fällen wachsen Volkswirtschaften. Manche langsamer. Manche schneller. Einen großen Anteil am Wirtschaftswachstum haben vor allem die großen börsennotierten Unternehmen. Wenn es denen gut geht, geht es auch der Wirtschaft gut. Wächst die Wirtschaft, dann steigen auch Aktien. Das ist kein neues Phänomen, sondern ein Umstand, der schon seit mehr als einem Jahrhundert beobachtet werden kann.

Entwicklung Aktienmarkt

Der Chart zeigt die Gesamtrendite des US-Aktienmarkts (wichtigster Aktienmarkt der Welt) der letzten 43 Jahre (Nov. 1977 – Nov. 2020) in logarithmischer Darstellung.

Quellen: R. Shiller, Yale
Historische Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Der Weg nach oben ist natürlich keine Einbahnstraße. Zwischendurch kann es immer wieder einmal zu substantiellen Korrekturen und Verwerfungen kommen. Diese sind bisher jedoch stets zeitlich begrenzt gewesen. Mal dauern Schwächephasen länger. Mal kürzer. Langfristig aber haben sich Volkswirtschaften immer von allen Krisen erholt und sind weitergewachsen. Und das gilt auch für den Aktienmarkt. Studien haben den Aktienmarkt der USA über die letzten 150 Jahre hinweg analysiert: Wer 20 Jahre Zeit hatte, hat immer mit Gewinn abgeschlossen – und dabei auch immer die Inflation geschlagen.

Also völlig egal, wie schlimm die Verluste kurzfristig waren: Auf ein altes Allzeithoch folgte stets ein neues. Das war nach der großen Depression so. Das war nach der Internetblase in den 2000ern so. Das war nach der Finanzkrise 2008 so. Und so wird es auch nach Corona sein.

Je früher, desto besser

Wir können also sagen, dass die Mehrheit der Aktien langfristig immer steigt. Der amerikanische Aktienmarkt hat in den letzten 43 Jahren eine durchschnittliche Gesamtrendite von 11,8% pro Jahr erzielt. Für Anleger ist das eine extrem wichtige Erkenntnis. Denn das bedeutet, wer langfristig Geld anlegt, kann sich beinahe schon sicher sein, dass sein Vermögen wächst. Und die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt mit der Anlagedauer zu. Wer also mehr Zeit zum Anlegen zur Verfügung hat, kann auch höhere Erträge erwirtschaften. Das ist der Vorteil von jungen Anlegern.

Anlage am Aktienmarkt über 43 Jahre
Beispielhafte Anlage von 10.000 € im Alter von 22 Jahren bis zur Pension mit 65. Die angenommene Rendite von 11,8% pro Jahr entspricht der durchschnittlichen Rendite des US-Aktienmarktes (der wichtigste Aktienmarkt der Welt) der letzten 43 Jahre.
Quellen: R. Shiller, Yale, eigene Berechnung
Historische Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Die Berechnung zeigt die Mächtigkeit des Zinseszinseffekts: Aus den ursprünglichen 10.000 Euro wurden in der Beispielrechnung über 1,2 Millionen Euro. Schon Albert Einstein beschrieb den Zinseszinseffekt als das „Achte Weltwunder“. Tatsächlich spielt die Zeit eine gewaltige Rolle und diejenigen, die den Zinseszinseffekt verstehen und nutzen, profitieren: 10 Jahre mehr oder weniger entscheiden darüber, ob man 395.638 oder 1.205.944 Euro zur Verfügung hat. Der Weg zum Millionär ist jungen Anlegern also so gut wie sicher? Leider nicht ganz, denn aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds ist zukünftig mit etwas niedrigeren Aktienrenditen zu rechnen. Seriöse Schätzungen gehen von 6–7% pro Jahr aus. Nichtsdestotrotz bleibt der Zinseszinseffekt und es gilt: Je früher, desto besser.

Natürlich ist Geldanlage am Kapitalmarkt mit Risiken verbunden. Je länger jedoch die Anlagedauer ist, desto weniger fallen diese Risiken ins Gewicht. Wer viel Zeit hat, kann kurzfristige Einbrüche, Unsicherheiten und Korrekturen locker ertragen. Darum ist es auch sinnvoll, bereits möglichst früh und in jungen Jahren mit einer sinnvollen Geldanlage zu beginnen.

Wer graduell sein Vermögen aufbaut, also zum Beispiel über einen Sparplan, der profitiert doppelt von der Zeit: Denn wer in jeder Marktphase systematisch spart, der kauft in Verlustphasen natürlich besonders günstig ein, und profitiert so langfristig von den niedrigeren Einstiegspreisen, die ihm Marktschwankungen bescheren. Während ältere Leute mit einem kürzeren Anlagehorizont ihr Vermögen kostspielig absichern müssen, um sich vor Marktschwankungen zu schützen, profitieren junge Anleger davon.

Mehr Risiko, mehr Ertrag

Geld anlegen ist aber nicht gleich Geld anlegen. Unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Gold haben verschiedene Ertragsaussichten und verschiedenes Risiko. Aktien zum Beispiel bringen mehr Rendite, sind aber auch riskanter als Anleihen. Für junge Menschen steht in den meisten Fällen Vermögensaufbau im Vordergrund. Anders als beispielsweise bei einem Menschen, der kurz vor der Pensionierung steht. Dieser möchte vermutlich eher auf Sicherheit setzen.

Die Anlagestrategie eines Menschen Anfang 20 wird sich daher in vielerlei Hinsicht von der eines Menschen Anfang 60 unterscheiden. Grundsätzlich gilt, je mehr Zeit für die Geldanlage zur Verfügung steht, desto mehr Risiko kann eingegangen werden.

Ein junger Mensch kann daher ohne schlechtes Gewissen den Großteil seiner Geldanlage in riskanten Wertpapieren, wie Aktien, halten. Diese bringen langfristig die größte Rendite. Und da beispielsweise eine 20-jährige Person theoretisch noch mehrere Jahrzehnte Zeit hat, ist das höhere Risiko verkraftbar – langfristig werden die Aktien steigen. Umgekehrt bei der älteren Generation: Hier macht es kaum mehr Sinn, große Mengen in Aktien zu investieren. Hier ist Sicherheit angesagt, also weniger oder kaum Aktien, aber viele sichere Anleihen.

Wer also früher beginnt, kann mehr Risiko nehmen, und dadurch mehr Ertrag erzielen. Ganz einfach.

Anlage am Sparbuch über 43 Jahre
Die angenommene Rendite von 2,7% entspricht den durchschnittlichen Sparzinsen in Österreich der letzten 43 Jahre.
Quellen: OeNB, BIS, sparzinsen.at, eigene Berechnung (von 1977 bis 1994 wird der sog. Eckzinssatz für Spareinlagen mit 3-monatiger Bindung herangezogen, danach der durchschnittliche Zinssatz für Spareinlagen mit max. einjähriger Bindung)
Historische Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Eine Anlage auf dem Sparbuch über die letzten 43 Jahre zeigt, dass nicht nur die Anlagedauer, sondern insbesondere auch die Rendite für den Anlageerfolg entscheidend ist. Dank Zinseszins hätte man seine Anlage bei durchschnittlich 2,7% Sparbuch-Zinsen in den 43 Jahren zwar immerhin verdreifachen können, im Vergleich zum Aktienmarkt fällt das Ergebnis jedoch mager aus. Und genauso wie beim Aktienmarkt hier gilt auch hier: Die zukünftig erwartete Rendite ist niedriger als in den letzten 43 Jahren. Stichwort Nullzinsen.

Sparbuch hat nicht gänzlich ausgedient

Auch wenn sich das Sparbuch (oder Sparkonto) nicht mehr zum Vermögensaufbau eignet, wird es nie ganz passé sein. Denn auch wenn der Werterhalt des Kapitals nicht mehr möglich ist, so punktet das Sparbuch weiterhin mit der täglichen Verfügbarkeit des Kapitals – zumindest nominell. Wer hat nicht gern etwas auf der Seite, auf das im Notfall rasch zurückgegriffen werden kann?

Mit anderen Worten: Auch wenn wir jungen Investoren unbedingt raten am Kapitalmarkt aktiv zu werden, sollten immer Geldreserven für zumindest 3 bis 6 Monate schnell verfügbar sein. Dieses Geld sollte möglichst ohne Risiko aufbewahrt werden, damit es immer zur Verfügung steht. Dafür eignen sich Sparbücher auch weiterhin sehr gut.

Für den langfristigen Vermögensaufbau führt aber kein Weg am Kapitalmarkt vorbei.

Stolpersteine

Mit diesem Wissen bewaffnet steht einem erfolgreichen Investment eigentlich nichts mehr im Wege, oder? Fast. Denn auch wenn wir nun wissen, dass wir besser früher als später mit einer vernünftigen Geldanlage beginnen sollen, liegen auf dem Weg zur Umsetzung viele Stolpersteine. Welche Aktien sollen konkret gekauft werden? Wie verliere ich mich nicht im Gebührendschungel? Sollen Aktien nach einer gewissen Zeit umgeschichtet werden? Und wenn ja, wohin? Wie funktioniert das mit den Steuern? Und generell: Wie und wo beginnt man eigentlich? Die gute Nachricht: Junge Anleger haben in der Geldanlage sogar zwei Verbündete. Die Zeit. Und Savity.

Bei Savity sind wir der Meinung, dass Ihr Geld mehr wert ist. Wir wollen, dass Sie unkompliziert, flexibel und kostengünstig vom Kapitalmarkt profitieren können. Mit einem Anlageportfolio, das zu Ihnen passt.

Wie hilft Savity beim Vermögensaufbau?

Gerade bei jungen Anlegern sind die Einstiegshürden manchmal hoch. Geringes Anlagevolumen. Unflexible Sparprodukte. Statische Konzepte. All das wollen wir nicht. Junge Anleger haben ebenso das Recht so zu investieren, wie sie es wollen. Junge Anleger haben das Recht auf sinnvollen und individuellen Vermögensaufbau. Junge Anleger haben das Recht auf ein gutes Investment für die Zukunft. Und genau dafür haben wir Savity Grow entwickelt.

Savity Grow verfolgt langfristigen Vermögensaufbau mit dem Ziel, vom technologischen Fortschritt zu profitieren. Der Anlageschwerpunkt liegt auf Themen, die heute schon relevant sind und zukünftig noch wichtiger werden. Die Anlage ist ökologisch nachhaltig und somit auch gut für unseren Planeten.

Ab 3.000 Euro können Anleger an der Entwicklung von mehr als 1.500 börsennotierten Unternehmen partizipieren. Und das Ganze zu geringen Kosten: 0,99% pro Jahr für unsere Vermögensverwaltung sind bei einem Anlagebetrag von 3.000 Euro weniger als 2,50 Euro im Monat. Dadurch ist der Vermögensaufbau mit Savity Grow sogar günstiger als ein selbstgemanagtes ETF-Portfolio bei einem österreichischen Online-Broker.

Mehr zu Savity Grow in unserem letzten Blogartikel.