Marktentwicklung
Die Weltwirtschaft zeigte sich 2025 von geopolitischen Spannungen und schwachem Wachstum geprägt, was sich auch in den Finanzmärkten widerspiegelte. Die Erwartungen für die Wirtschaftsleistung (BIP) im vergangenen Jahr liegen aktuell bei 1,4 % für die Eurozone und 1,9 % für die USA. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar zu Beginn des Jahres an Boden, gewann jedoch im Laufe des Jahres an Stärke durch die Erwartungen einer lockeren US-Geldpolitik und robusteren Eurozone-Daten. Parallel dazu stieg der Goldpreis auf neue Rekordhöhen, im Jahresverlauf legte er sogar um fast 50 % in Euro zu, in US-Dollar sogar über 60 %. Aus geldpolitischer Sicht war das Jahr 2025 mehrheitlich geprägt von einer globalen Lockerung, allerdings aus unterschiedlichen Gründen: Die EZB (Europäische Zentralbank) und die US-Notenbank FED (Federal Reserve) reagierten auf eine schwache Konjunktur und eine langsam nachlassende Inflation. Während in der Eurozone der Einlagesatz in der ersten Jahreshälfte auf 2 % gesenkt wurden, liegt der maßgebliche Zinskorridor in den USA nach drei späten Senkungen bei 3,5 % bis 3,75 %.
Entwicklung wesentlicher Anlageklassen im 4. Quartal
Wertentwicklung jeweils aus Sicht von Euro-Investoren.
Rasch wechselnde Ankündigungen zur amerikanischen Zoll- und Handelspolitik sorgten im ersten Halbjahr 2025 für größere Kursschwankungen, doch die Aktienmärkte schüttelten diese Irritationen recht schnell ab. Bei einem insgesamt stabilen Wachstumsumfeld, guten Unternehmensergebnissen und sinkenden Leitzinsen kletterten viele Aktienindizes auf neue Rekordhochs. Die Schwellenländer-Aktienmärkte schnitten dabei insgesamt erstmals seit längerem deutlich stärker als die entwickelten Märkte ab. Bei US-Aktien wurde die sehr gute Wertentwicklung jedoch durch den kräftig nachgeben den US-Dollar (um rund 12 % gegenüber dem Euro) für Euro-basierte Investor:innen weitgehend „aufgefressen“.
Auf den Anleihemärkten sorgten generell vor allem die Zinserträge in den meisten Segmenten für eine positive Performance, während es bei langlaufenden Euro-Staatsanleihen Wertrückgänge durch steigende Renditen (=Kursverluste für Anleihen) gab. Die kürzeren Laufzeiten schnitten dabei in Europa, den USA und Japan besser ab als die längeren. Die Renditeaufschläge von Unternehmensanleihen gingen von niedrigen Niveaus weiter zurück. Unternehmensanleihen brachten daher erneut bessere Erträge als Staatsanleihen der Euro-Kernländer, wobei schlechtere Bonitäten besser abschnitten als gute. Am besten entwickelten sich 2025 jedoch Schwellenländeranleihen.
Entwicklung der Savity-Portfolios
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Entwicklung der Savity Weltportfolios und der Portfoliobestandteile
Im Savity Weltportfolio wurde die Aktienquote im 4. Quartal 2025 leicht über der strategischen Gewichtung stabil gehalten. Die Aktienkomponente entwickelte sich im Berichtszeitraum durchwegs positiv; die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar hatte auf Jahressicht jedoch einen negativen Einfluss auf die Performance. Nach den starken Anstiegen beim Goldpreis wurde die Goldposition im Oktober zur Gänze verkauft, wodurch erzielte Kursgewinne realisiert werden konnten. Der hohe Anteil an Anleihen-Beimischungen in Unternehmensanleihen bester Bonität, High-Yield-Anleihen und insbesondere Emerging-Markets-Anleihen machte sich bezahlt, da sich alle Segmente besser als Euro-Staatsanleihen entwickelten, wobei Emerging Markets-Anleihen im 4. Quartal eine aktienähnliche Performance erzielen konnten.
Marktausblick
Für 2026 wird ein globales reales Wirtschaftswachstum von knapp 3 % erwartet, ähnlich wie im Vorjahr. In den USA dürfte die Dynamik durch expansive Fiskalpolitik, Steuersenkungen, eine lockere Geldpolitik sowie einem Investitionsboom im Bereich „Künstliche Intelligenz“ (KI) stabil bleiben oder sogar leicht zulegen. Die Eurozone wird voraussichtlich moderat wachsen (um ca. 1 %). Deutschland könnte dabei als Wachstumsmotor fungieren, wenn die bereits beschlossenen umfangreichen Ausgaben für Rüstung und Infrastruktur zunehmend in der Realwirtschaft ankommen. Geopolitische Risiken (Ukraine/Russland, China/Taiwan, Grönland) und Unsicherheiten über die US-Notenbankpolitik sowie etwaige negative Konjunkturüberraschungen bleiben aber erhebliche Risikofaktoren.
Das derzeitige Konjunktur- und Inflationsbild sowie die wahrscheinlichen Zinssenkungen in den USA bilden ein gutes Umfeld für die Aktienmärkte. Für die Unternehmen in den USA und Europa wird ein zweistelliges prozentuales Gewinnwachstum erwartet. Das Thema KI dürfte neuerlich dominieren. Es könnten aber zunehmend auch viele andere Branchen und Unternehmen davon profitieren, nicht nur die großen Technologiekonzerne, die in den vergangenen Jahren den Großteil der Kurszuwächse in den US-Aktienindizes beisteuerten. Europäische Aktienmärkte scheinen vom Gewinnwachstum und den Bewertungen gut unterstützt. Positive Überraschungen beim Wirtschaftswachstum und/oder ein Ende des Krieges in der Ukraine könnten ihnen zusätzliche positive Impulse liefern. Viele Schwellenländer-Aktienmärkte sind trotz der jüngsten Kursanstiege weiterhin attraktiv bewertet, besonders im Vergleich zu den entwickelten Märkten. Die Risiken, beispielsweise durch Gewinnenttäuschungen, besonders bei sehr ambitioniert bewerteten Aktien, durch abrupte Favoritenwechsel oder negative Konjunkturüberraschungen sind aber nicht zu unterschätzen.
Staatsanleihen in Europa weisen vor allem bei mittleren und langen Laufzeiten attraktive Renditen auf; das Potenzial für Kursanstiege erscheint aber begrenzt und Frankreich bleibt ein latenter Unsicherheitsfaktor. Anders ist es in den USA, wo Staatsanleihen von den erwarteten Zinssenkungen profitieren sollten. Euro-Unternehmensanleihen bleiben attraktiv, speziell jene mit guter Bonität und 3- bis 7-jährigen Laufzeiten. Sie bieten noch immer einen gewissen Mehrertrag gegenüber Staatsanleihen der Euro-Kernländer. Das Potenzial für noch weiter sinkende Renditeaufschläge scheint allerdings gering und das Risko für Rückschläge ist jederzeit gegeben. Schwellenländeranleihen könnten neuerlich von einer locker(er)en US-Geldpolitik, stabilen bis verbesserten Fundamentaldaten und attraktiven Renditen profitieren, auch wenn das Währungsrisiko für Euro-basierte Investor:innen zu beachten ist und eine sorgfältige Auswahl unerlässlich bleibt.
Währungskursentwicklungen können sich in einer global diversifizierten Veranlagung sowohl vorteilhaft als auch belastend auf den Gesamterfolg auswirken. Auch wenn sich EUR/USD im vierten Quartal in Summe nur mehr wenig veränderte, wirkt sich die USD-Schwäche von ca. 12 % im Jahr 2025 spürbar negativ für Euro-Investoren aus. Fremdwährungseinflüsse betreffen dabei vor allem Investitionen in globale Aktien. Fremdwährungen werden in der Regel nicht abgesichert, da sie zur Portfoliodiversifikation beitragen, substanzielle Absicherungskosten verursachen und sich über längere Zeiträume häufig ausgleichen.
Risikohinweis: Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Kurse können sowohl steigen als auch fallen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investments zu. Insbesondere kann die Erhaltung des investierten Kapitals nicht garantiert werden; es gibt somit keine Gewähr dafür, dass der Wert des eingesetzten Kapitals bei einem Verkauf dem ursprünglich eingesetzten Kapital entspricht. Bitte beachten Sie hierzu unsere Risikohinweise.



