Mit dem Geld ist es so eine Sache. Wir wollen darauf eine möglichst hohe Rendite. Wir wollen, dass es sicher ist. Wir wollen es dann verfügbar haben, wenn wir es brauchen. Und am besten ist es, wenn sich dabei niemand anderer einmischt. Wir wollen uns selber darum kümmern. So zumindest denken viele Anleger. Und das ist auch verständlich.

Wirklich schlau ist das aber nicht. Denn Anleger, die ihre Investments selbst managen, machen das in der Regel nicht sehr gut. Belegen lässt sich das durch langjährige Studien. Am bekanntesten ist Dalbar, ein amerikanisches Statistik- und Marktforschungsinstitut, das bereits seit 1994 jährlich eine Studie zum Investorenverhalten auf Basis quantitativer Analysen veröffentlicht. Einfach ausgedrückt, wird die Performance von Do-It-Yourself-Investoren über die letzten Jahre untersucht. Und diese ist ziemlich schlecht.

Do-It-Yourself-Investments im Vergleich
Vergleich zu S&P 500 (US-Aktienindex).

Nehmen wir den amerikanischen Aktienmarkt als Beispiel. Über die letzten 30 Jahre erreichte der breitgestreute US-Index S&P 500 eine jährliche Rendite von 10,16 Prozent. Im Vergleich dazu schnitt der durchschnittliche Do-It-Yourself-Investor wesentlich schlechter ab. Er kommt gerade mal auf 3,98 Prozent. Hätte also der durchschnittliche Do-It-Yourself-Investor vor 30 Jahren 10.000 Euro angelegt und selbst gemanagt, so hätte er heute etwas mehr als 32.000 Euro. Die Kosten und Steuern vernachlässigen wir hierbei einmal. Ein Investment in den S&P 500 würde jedoch nach 30 Jahren ein Vermögen von über 180.000 Euro bedeuten. Das ist um 150.000 Euro mehr. Ziemlich ernüchternd.

Aber warum ist das so? Warum sind wir im Investieren so schlecht? Woher kommt diese enorme Underperformance? Die Antwort gibt uns die Verhaltensökonomik.

Der Mensch – von wegen rational

Studien besagen, dass Emotionen und menschliches Verhalten daran schuld sind. Viele Finanzmarkttheorien unterstellen uns Menschen rationales Handeln. In der Realität ist das aber keineswegs immer der Fall. An der Börse regiert oft Gier und Angst.

Viel zu oft erweisen wir uns als in unseren Entscheidungen von Emotionen getriebene Wesen. Und viel zu oft treffen wir in der Folge zu falschen Zeiten auch falsche Entscheidungen. Falsche Entscheidungen kommen dabei aus den unterschiedlichsten Gründen zustande.

Hochmut kommt vor dem Fall

Ein wesentlicher Punkt ist Selbstüberschätzung. Anleger überbewerten häufig ihre Fähigkeiten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es darum geht künftige Marktentwicklungen zu prognostizieren. Leute überschätzen sich nämlich, wenn sie richtig liegen. Tatsächlich ist das aber meistens einfach nur Glück und kein Können. Das kann übrigens auch Experten passieren. Do-It-Yourself-Investoren machen aber zusätzlich den Fehler, übertrieben aktiv zu agieren. Bemerken sie dann, dass ihre Einschätzung falsch ist, kommt Nervosität auf und es werden unnötige, und vor allem viel zu viele Transaktionen durchgeführt. Transaktionen verursachen aber Kosten. Und das hat schlimme Folgen für die Rendite.

Herdentrieb – immer der Masse nach

Wir Menschen neigen dazu, das Verhalten von anderen nachzuahmen. So auch an der Börse. Schließlich besteht ja die Chance, dass andere Investoren besser informiert sind und mehr wissen. Und wir wollen doch alle ein Stück vom Kuchen haben. Das nennt man Herdenverhalten. Der Bitcoin ist da ein aktuelles Beispiel.

Im Endeffekt bedeutet das, dass wir zu hohen Kursen kaufen und zu niedrigen Kursen verkaufen. Durch das Herdenverhalten treten wir zu einem Zeitpunkt in den Markt ein, an dem der Großteil der Marktbewegung bereits vorbei ist. In steigenden Märkten heißt das, dass zu überteuerten Kursen gekauft wird. Im schlechtesten Fall sogar zu Höchstständen. Fallen die Märkte, sieht es nicht besser aus. Verluste werden häufig in Kombination mit panikartigen Abverkäufen realisiert. Den optimalen Zeitpunkt zum Aussteigen erwischen nur die wenigsten.

Aber das ist noch nicht alles. Gefangen in diesem Herdentrieb verpassen die Anleger daraufhin auch den Wiedereinstieg zu günstigen Kursen und versäumen somit den erneut beginnenden positiven Trend.

Egal also ob es rauf oder runter geht – Do-It-Yourself-Anleger haben ein schlechtes Timing.

Die Angst vor Verlusten

Das menschliche Gehirn gewichtet negative Erlebnisse stärker als positive. Das ist eine Schutzfunktion aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte. Was damals ein lebenswichtiger Instinkt war, beschert uns Anlegern aber heute massive Probleme.

Denn aufgrund schmerzvoller Erfahrungen versuchen wir mit allen Mitteln Verluste zu vermeiden. Realisierte Verluste bescheren uns nämlich mehr Kopfzerbrechen, als noch nicht realisierte. Klar, wer will sich schon gern ein schlechtes Geschäft eingestehen? Do-It-Yourself-Investoren neigen daher dazu, negative Eingeständnisse zu meiden und halten Wertpapiere mit schlechter Entwicklung viel zu lange. Psychologisch mag es uns Menschen dadurch zwar kurzfristig besser gehen — langfristig aber haben wir mit der Performance etwas gemeinsam: wir leiden ziemlich.



Höchste Zeit umzudenken

Die Selbstverwaltung der Investments funktioniert also in der Regel nicht wirklich. Die Mehrheit der Anleger scheitert an mangelnder Selbstdisziplin und ihren eigenen Emotionen. Vor allem die Irrationalität stellt ein großes Problem dar.

Dieser Umstand rechtfertigt die Existenz der professionellen Vermögensverwaltung. Bei dieser wird das Portfolio nicht nur auf Basis der individuellen Risikofreudigkeit des Kunden optimiert, sondern unterliegt vor allem einer fachkundigen und qualifizierten fortlaufenden Betreuung. So auch bei Savity.

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