2017 war eines dieser seltenen Jahre, das praktisch nur positive Überraschungen brachte und damit dem Anleger substanzielle Erträge gepaart mit niedrigen Wertschwankungen bescherte.

Kein schlechtes Jahr für Anleihen

Das Jahr begann auch für leidgeprüfte Anleiheanleger angenehm. Denn nach der Wahl von Donald Trump im November 2016 sind die Anleihenkurse stark gefallen – die Verzögerungen bei der Umsetzung der Pläne des Präsidenten stärkten den Anleihenmarkt. In Europa profitierten Investoren von den Anleiherückkäufen der EZB.

Aktien standen hoch im Kurs

Aktienanleger profitierten im 1. Quartal von der Trump-Euphorie. Als diese einer realistischeren Einschätzung der neuen Administration wich konnte Europa aufholen – zuerst dank der französischen Wahl, und in weiterer Folge mit Wirtschaftsdaten, die jedes Quartal stärker wurden und in der 2. Jahreshälfte die USA überflügelten.

China forcierte entgegen aller Erwartungen weiterhin seine Expansion, die wohl den Anspruch Präsident Xis auf die Vorherrschaft anlässlich des Parteitags der kommunistischen Partei im Oktober absichern sollte und war der wesentliche Treiber für ein herausragendes Jahr in Asien. Für 2018 schwebt somit weiterhin ungelöst die riesige Kreditblase Chinas über der Weltwirtschaft – und Donald Trump kontert mit einer prozyklischen Steueroffensive, was zur Überhitzung (und damit Inflationsdruck) in den USA führen könnte.

Viel Lärm um nichts bei Währungen

Europäische Investoren, die ihre Währungsrisiken nicht systematisch absichern, wurden von der unerwarteten Abwertung des US-Dollars getroffen. Savity verfolgt einen Ansatz, der Währungen als eigene Anlageklasse sieht, und deshalb grundsätzlich Investments in den großen Reservewährungen (USD, JPY) absichert. Denn für Währungen gilt „viel Lärm um nichts“: Also hohe Wertschwankungen, die nicht planbar sind und das noch dazu ohne Wertschöpfung. Denn im Gegensatz zu Anleihen oder Aktien gibt es ja keine Dividenden oder Kuponzahlungen auf Währungen.

Wir sind also höchst vorsichtig, wenn es um Währungen geht und investieren das Risikobudget unserer Kunden lieber in greifbarere Anlagen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien.



Zur Performance von Savity im Jahr 2017

Savity verwaltet erst seit September 2017 Kundengelder. Die Charts basieren bis dahin auf einer modellbasierten Rückrechnung (die wir seit Oktober 2016 betreiben). Unsere Benchmarks reflektieren unseren Investmentansatz: auch sie sind währungsgesichert.

Entwicklung der Anlagestrategien 2017

Daten vor 1. September 2017 sind rückgerechnet (auf Basis einer modellbasierten Rückrechnung). Sämtliche Kosten sind in der Wertentwicklung berücksichtigt. Bitte beachten Sie, dass historische Wertentwicklungen kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen sind.

Savity-Anlagestrategien, die sicherheitsbewusster ausgerichtet sind, konnten ihre Benchmarks schlagen. Dies ist darin begründet, dass die breite Diversifikation und Beimischung von Aktien und Immobilienfonds substantiellen Mehrertrag brachte.

Savity-Anlagestrategien, die risikoreicher ausgerichtet sind, blieben hingegen hinter ihrer Benchmark zurück. Savitys Investmentansatz beruht auf robusten Portfolien, die breit diversifiziert sind. Darüber hinaus werden Prognose-Modelle eingesetzt, die unter anderem auch die gegenwärtige Bewertung aller Anlagealternativen berücksichtigen. Deshalb waren unsere Portfolien in den USA stark untergewichtet, und konnten insbesondere an der Rally, die im November 2017 in Reaktion auf die US-Steuerreform einsetzte, nicht zur Gänze mitnehmen.


Was wir für 2018 erwarten lesen Sie in unserem Blogpost Ausblick 2018.